Hartmut Graßl und Frank Schweikert bei der IPCC Liveschaltung beim Gesprächsforum von KU und VDW im Rahmen der Hamburger Klimawoche 2019

KU-/VDW-Laudato Si’-Projektteam wirkt auf Hamburger Klimawoche mit

25. September 2019 | Hamburg

Der Laudato Si‘-Projekt-Partner VDW und die KU Eichstätt-Ingolstadt richteten im Rahmen der 11. Hamburger Klimawoche im Globus-Zelt auf dem Hamburger Rathausmarkt das öffentliche Gesprächsforum „Gemeinsam eine lebenswerte Zukunft gestalten – Mensch im Einklang mit Natur und Gesellschaft“ aus. Ganz im Sinne der Enzyklika „Laudato Si“ und dem Laudato Si‘-Projekt der KU/VDW wurden Lösungswege für systemisch sinnvolle Veränderungsprozesse eruiert, von denen Mensch, Natur, Tier und Umwelt profitieren.

Ausgangspunkt für die Veranstaltung war die Pressekonferenz des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change, zu Dt.: „Weltklimarat“) in Monaco mit Vorstellung des UN-Sonderberichtes 2019 mit dem Schwerpunkt Ozeane und Polarregionen. In einer Live-Schaltung nach Monaco konnte das Hamburger Auditorium die Präsentation der Ergebnisse mitverfolgen. Prof. Dr. Hartmut Graßl (Foto), ein Mitbegründer des Weltklimarates und Teilnehmer der KU-/VDW-Gesprächsrunde in Hamburg, kommentierte die Befunde: „Man muss aus dem Klima-Päckchen der Bundesregierung ein wirkungsvolles Paket machen. Die wissenschaftlichen Fakten sind seit mehr als 30 Jahren bekannt und die Dringlichkeit zu handeln ist durch den IPCC-Bericht noch mal überdeutlich geworden.“

Nach diesem Auftakt referierten und diskutierten neben Prof. Graßl (Klimaforscher, VDW-Vorsitzender, Beirat der Hamburger Klimawoche) Prof. Dr. Ulrich Bartosch (Professor für Pädagogik an der KU, Laudato Si‘-Projekt-Leiter, Vorsitzender des wiss. Beirates der VDW) und Dr. Maria Reinisch (Leiterin des vom BMWi geförderten Projektes „Meine Energie für meine Stadt“) über die drängenden Fragen unserer Zeit zu Klima, Umwelt, Landwirtschaft und Gesellschaft in transdisziplinärer Perspektive. In dem Gesprächsforum diskutierte Teilfragen waren u. a.:

–   Wie spielen ökologische und soziale Interessen beim Klima- und Umweltschutz zusammen?

–   Was kann jeder Einzelne tun und damit gleichzeitig populistischen Tendenzen entgegenwirken?

–   Wie können Impulse für ein Umdenken in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit gegeben werden?

Prof. Ulrich Bartosch (Foto) unterstrich in seinem Beitrag die gedankliche Nähe zwischen dem Konzept der „Integralen Ökologie“, die Papst Franziskus in der Enzyklika skizziert und der holistischen Philosophie des früheren Wissenschaftssenators von Hamburg, Klaus Michael Meyer-Abich. Was Meyer-Abich im Begriff der „Mit-Welt“ ausdrückt, könne auch besonders heute für unser Verständnis für den Umgang mit der Natur wegweisend sein: „Wir müssen uns als Teil der Natur verantwortlich zeigen.”

„Integrale Ökologie” ist auch ein Schlüsselbegriff der soeben beendeten Amazonas-Synode. An der KU wird darüber vertiefend diskutiert. Im Februar 2020 ist durch das Laudato Si’-Projekt eine Tagung zum Thema geplant.

Weiterführende Informationen:

Hier finden Sie die Pressemitteilung der KU.